Neues

Jury #3: Tom Schulz

Wir freuen uns, dass mit Tom Schulz, geboren 1970, zum ersten Mal ein Lyriker in der Jury von [Lautschrift] sitzt. Gerade diese Woche ist sein neuer Gedichtband Innere Musik erschienen – seine nunmehr sechste Lyrikveröffentlichung, nachdem bereits 1997 sein Erstling Städte, geräumt herauskam. Als Redakteur der Literaturzeitschrift Lauter Niemand, als Herausgeber verschiedener Anthologien und als Übersetzer spanischer und amerikanischer Lyrik kann er unserem noch jungen Magazin mit viel Erfahrung für die dritte Ausgabe zur Seite stehen.

Dass Schulz ein aufmerksamer Beobachter der zeitgenössischen Literatur ist, finden wir auch in seinem Essay Forever Young bestätigt. Dort heißt es: „Solange es Menschen gibt, die sich die Mühe machen, mit Worten etwas Unkonventionelles oder Verrücktes anzustellen, muss einem nicht bange sein um die lyrische Verwicklung der Süßkirsche mit dem Horseradish oder der Knallerbse mit dem Meister Floh.“ Dieser Maxime einer gewagten und gleichzeitig spielerischen Arbeit mit und an der Sprache folgt auch Schulz in seinen Gedichten: „Laub als Urnenbestreuung / wir zogen in Tarnkappen über den Fluss / November, der irrende Zweig / mit fortgezogenen Sinkvögeln, Licht / Ameisenstraßen, industrielle / Zweige“. So lauten die ersten Verse des Gedichts Herbstimpression in Graz, die klarsichtig Naturbild und Technikjargon vermengen, um zu einem zeitgenössischen Abdruck unserer Welt zu gelangen.

Wir sind uns sicher, dass Tom Schulz mit dieser sprachlichen Spitzfindigkeit auch als Juror für unsere kommende Ausgabe eine große Hilfe sein wird.

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