Künstlerportrait / Neues

Portrait: Boris Loder

[30 Künstler, 5 Fragen, ein Ausschnitt]
Jeden Montag ein Künstlerportrait der aktuellen Ausgabe.
Heute: Fotograf BORIS LODER aus [Lautschrift] #2.



[Lautschrift]: Wie bist du zum Fotografieren gekommen?
Boris: Ich habe mir vor vier Jahren für einen längeren Aufenthalt in Manchester eine digitale Spiegelreflexkamera gekauft. Um all die neuen Eindrücke festzuhalten habe ich mich dort intensiv mit Fotografie auseinandergesetzt, wodurch ich in dieser Zeit sehr viel Grundsätzliches gelernt habe.

Was inspiriert dich – gibt es einen bestimmten Fotografen, einen Lieblingsort, eine bestimmte Musik?
Ich finde viele visuelle Eindrücke inspirierend, das müssen nicht unbedingt Fotografien sein. Es können genauso gut Dinge sein, die man unmittelbar mit den eigenen Augen wahrnimmt, beispielsweise wenn man durch eine Szenerie läuft in der gerade besondere Lichtverhältnisse herrschen.
Es gibt zwar einige Fotografen, die ich sehr schätze, ich finde aber, man muss aufpassen, dass man am Ende nicht einfach den Stil eines bekannten Fotografen kopiert oder einem Trend folgt, nur weil dieser gerade ‚hip‘ ist. Will man selber etwas Innovatives zustande bringen, muss man neugierig sein und möglichst viele verschiedene visuelle Eindrücke sammeln.

Wo bist du offline und online zu finden?
Anfang August (3./4.) sind Fotos von mir bei „Kunst im Club“ im Alten Zollamt in Stuttgart zu sehen. Außerdem plane ich, meine neue Serie „Urban Elements“ auszustellen, allerdings muss ich die Reihe vorher noch um ein paar Bilder erweitern.
Online bin ich auf www.borisloder.com zu finden, am aktuellsten ist aber stets meine Facebook-Seite: www.facebook.com/BorisLoderPhotography.

Wie würdest du deine eigene Fotografie beschreiben?
Inzwischen gliedern sich meine Arbeiten in einen beobachtenden, dokumentierenden Teil mit eher puristischem Stil (z. B. Street Photography, Pressebilder) und einen schöpferisch-kreativen Teil, also Bildkompositionen mit aufwändiger Nachbearbeitung (z. B. die Serien „Urban Elements“ und „Glow in the Dark“).
Grundsätzlich versuche ich, in meinen Fotografien Perspektiven abseits des Normalen und Gefälligen zu finden, indem ich beispielsweise auf außergewöhnliche Blickwinkel oder Motive zurückgreife. Dabei möchte ich die jeweils vorgefundene Stimmung und Atmosphäre möglichst intensiv wiedergeben.

Was kann die Fotografie, was Texte nicht können?
Fotografien können viel direkter als Texte Geschichten erzählen und Emotionen wecken. Meistens reicht ein kurzer Blick und man versteht, was vermittelt wird, oftmals ohne alle Details der Fotografie bewusst wahrgenommen zu haben. Um einen Text zu verstehen, muss ich seine Sprache beherrschen. Da sie mittels viel allgemeinerer Codes verständlich sind als Texte, sind Fotografien unmittelbar, intuitiv und kulturübergreifend wahrnehmbar.

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