Neues

Leseplatz: Dazwischen

Jeden Monat ein anderer Leseplatz. Wo Text und Umgebung verwischen, wo Fotos und Wirklichkeit ineinander fließen. Ein Platz, wo man nicht nur in [Lautschrift] eintauchen kann, aber auch. Diesmal dazwischen.


Gleichzeitig an vielen Plätzen

Manchmal ist es ganz egal, wo man liest. Dann hält man nicht den Text an der Hand, sondern andersrum: der Text ergreift dich, zieht dich zu sich. Es könnte beinahe romantisch werden. Stell dir vor: der Text neigt den Kopf und zieht seine Überschrift vor dir hervor wie einen Hut. Du nickst, glaubst weder an den Tod des Autors noch an den Tod des Lesers, und bereitest dich auf deine Vorstellung vor. Erst im Laufe des Textes wirst du deinen Namen nennen, deine Vergangenheit preisgeben, dich an einen Punkt deines emotionalen Lebenslaufes wieder erinnern. Dann, wenn der Text genau das sagt, was du damals schon gedacht hast. Der Autor hat dafür die richtigen Sätze gefunden, und du befindest dich im Bermudadreieck deiner Vergangenheit, den aneinander gereihten Wörtern und dem Ort, an dem du gerade sitzt.

Wo war das nochmal genau?

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